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Jul
29

EISENERZ IM FILM – Eine hundertjährige Filmgeschichte

Veranstaltungsort: 8790-Eisenerz (Österreich)
Strasse / Nr.: Bergmannplatz 3
Beginn: 01.08.2013 19:00 Uhr
Ende: 30.08.2013 21:00 Uhr
Eintritt / Zusatz: kostenlos

EISENERZ IM FILM - Eine hundertjährige Filmgeschichte

1., 9., 16. und 30. August 2013, jeweils 19.00 Uhr
Alter Tanzsaal, Eisenerz

Ein mehrwöchiger Bildungs- und Kunstfilmzyklus im August beschäftigt sich mit dem audiovisuellen Erbe der Stadt.

Die Reihe reicht vom ersten österreichischen Industriefilm „Die Gewinnung des Eisens am steirischen Erzberg“ (von 1911) über Wochenschauen und Propagandafilme bis hin zu Kunst- und Spielfilmen der Gegenwart. Unabhängig von den politischen Verhältnissen sind die SchwerstarbeiterInnen am Erzberg nationale Symbole für Leistungsbereitschaft, Fortschritt und den unbesiegbaren Glauben an die Zukunft. Die Brüche in diesen Erzählungen werden ebenso sichtbar wie die Tatsache, dass es nie diese nur positive Entwicklung gegeben hat, wie es die offizielle Erfolgsgeschichte glauben machen will. Das eindrückliche Spannungsverhältnis zwischen Zeiten des Aufschwungs und historischen wie gegenwärtige Krisen machten die Bergstadt Eisenerz zum idealen Ort für die filmische Abhandlung der industriellen Entwicklung.

Die von Wolfgang Stritzinger kuratierte Filmreihe bringt neben aktuellen Produktionen absolute Raritäten auf die Leinwand. Ein ganz spezielles Filmerlebnis bietet gleich der Eröffnungsabend am 1. August mit dem teilweise am Erzberg gedrehten Monumentalfilm „Sodom und Gomorrha“ (Regie: Michael Kertész, Sasha Film, A 1920), am Klavier begleitet vom Stummfilmpianisten Gerhard Gruber.

Am 9. August werden 13 Kurzfilme präsentiert, hergestellt zwischen 1911 und 1974, darunter Filme von Walter Ruttmann, Frank Ward Rossak und Kurt Steinwendner. Dazu ein Vortrag von Georg Wasner, der anhand von Walter Ruttmanns propagandistischem Kulturfilm „Metall des Himmels“ (1935), dem Idealtypus nationalsozialistischer Werbe- und Warenästhetik, zum Thema Reaktionäre Moderne spricht.

Am 16. August laufen Bernhard Frankfurters Filmessay „Erz-Schmerz“ (ORF 1984), das den Abschwung von Eisenerz einfühlsam portraitiert, sowie der Animationsfilm „Im Anfang war der Blick“ von Bady Minck, in dem Bodo Hell die Stadt Eisenerz aus Brot entstehen und vergehen lässt…

Dass Eisenerz auch in der Gegenwart als Filmkulisse genützt wird, zeigen „Die Werkstürmer“ (Präsentation beim ROSTFEST am 22., 23. und 24. August) und „Steirerblut“ (ORF 2013, Regie Wolfgang Murnberger) zum Abschluss der Reihe am 30. August.

Alle Infos und detailliertes Programm: Eisenerz im Film

Ein Projekt von eisenerZ*ART 2013

Kuratierung: Wolfgang Stritzinger
Recherche: Gerhild Illmaier, Karin Talaber
Wissenschaftliche Begleitung: Werner Michael Schwarz, Georg Wasner
Produktion: GIL art.infection

Durchgeführt mit Unterstützung der VA Erzberg GmbH, in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum, dem Filmarchiv Austria, dem ORF und Adi Mayer Film.

Als eine Art moderner „Kunstgenerator“ ist eisenerZ*ART seit 2010 auf den Weg, das Besondere der Bergbaustadt und seiner Bewohner, das Besondere seiner Umgebung, und natürlich das Außerordentliche seines Erzberges über Kunst und Kultur neu zu entdecken und zu erschließen. Kunst und Kultur können in postindustriellen Gebieten einen wichtigen Beitrag zur Neuausrichtung und Weiterentwicklung leisten. Der Brückenschlag zwischen traditionellen Kulturformen und zeitgenössischen Kunstansätzen bietet vielfältige Möglichkeiten, sich zukunftsorientiert zu positionieren, denn Kunst und Kultur schaffen ja vor allem eines: Identität.

Namhafte KünstlerInnen aller Genres geben sich seither in Eisenerz ein Stelldichein, um in ungewöhnlichen Programmformaten und an unüblichen Orten mitzuwirken – sei es auf der Alm, am Erzberg, auf Plätzen oder in leerstehenden Gebäuden der Innenstadt.

eisenerZ*ART sieht sich deshalb als Motor für die Entwicklung einer eigenständigen Kunst- und Kulturregion Eisenerz, die selbstbewusst regionales Potential nutzt und in einen internationalen Kontext stellt: Eisenerz ist überall.

Die Programmreihe eisenerZ*ART wird veranstaltet von GIL art.infection in Kooperation mit der Stadtgemeinde Eisenerz, mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land.

Veranstalter:
eisenerZ*ART / GIL art.infection
Gerhild Illmaier
Katzianergasse 3
8010 Graz
0043 (0)316 82 95 13
gil@eisenerZ-ART.at
http://www.eisenerZ-ART.at

Veröffentlicher::
GIL art.infection
Gerhild Illmaier
Katzianergasse 3
8010 Graz
43 (0)316 829513
presse@eisenerZ-ART.at
http://www.eisenerZ-ART.at

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